Baugrunderkundungen zwischen Gelnhausen und Wirtheim
Zwischen Gelnhausen und Wirtheim laufen derzeit Baugrunderkundungen für den geplanten viergleisigen Ausbau. Dieser Abschnitt des Projekts befindet sich in einer frühen Planungsphase und bildet den ersten Teil der Neubaustrecke Gelnhausen – Fulda. Die Streckensperrung im April 2026 wurde gezielt genutzt, um Bohrungen im Gleisbereich durchzuführen. Im angrenzenden Gelände werden die Erkundungsarbeiten voraussichtlich noch bis Herbst 2026 fortgeführt.
Der Untergrund im Kinzigtal stellt besondere Anforderungen an die Planung: Sensibler Baugrund, hoch anstehendes Grundwasser sowie Auen- und Überschwemmungsgebiete machen eine detaillierte geotechnische Untersuchung erforderlich. Hierzu führen spezialisierte Fachfirmen Bohrungen an den geplanten Trassenbereichen durch – bis zu 8 Meter tief im Gleisbereich und bis zu 30 Meter tief im umliegenden Gelände. Dabei werden sogenannte Bohrkerne entnommen, also zylinderförmige Bodenproben, die eine genaue Analyse der Schichtenabfolge und der bodenmechanischen Eigenschaften ermöglichen.
Die gewonnenen Daten bilden eine wesentliche Grundlage für die weitere Planung. Sie dienen insbesondere dazu, geeignete Maßnahmen zur Bodenverbesserung sowie zur Gründung künftiger Bauwerke festzulegen und damit die Voraussetzungen für einen sicheren und nachhaltigen Ausbau der Strecke zu schaffen.
Während östlich von Gelnhausen bereits Bauarbeiten umgesetzt werden, laufen westlich weiterhin Baugrunderkundungen. Planung und Bau greifen somit ineinander und tragen gemeinsam zum Fortschritt des Gesamtprojekts der Aus- und Neubaustrecke Hanau – Fulda bei.